Kinder und insbesondere Jugendliche nutzen immer mehr und immer früher digitale Medien, um beispielsweise mit Freunden oder Freundinnen zu chatten oder den neusten Trends nachzugehen. Die digitalen Medien haben viele Vor- und Nachteile. Vorteile sind beispielsweise, dass man so schnell wie möglich Informationen weitergeben und recherchieren bzw. dass man sich mit Freund/-innen austauschen kann.
Ein großes Problem jedoch ist Cyber-Mobbing. Cyber-Mobbing kann von Belästigungen und Bloßstellungen bis zu Ausgrenzung und Bedrohungen gehen. Es kann jederzeit und überall passieren bzw. immer wieder vorkommen.
Doch wie reagiert man am besten, wenn man eine Nachricht mit bösem Hintergrund empfängt?
- Nicht antworten!: Man sollte auf solch eine E-Mail oder Nachricht nicht antworten, obwohl es manchen Personen schwerfällt. Ansonsten besteht nämlich die Gefahr, dass die Beleidigungen bzw. die Versuche von Cybermobbing immer schlimmer und entmutigender werden.
- „Beweise sichern“: Falls man eine Mobbing-Attacke miterleben oder sogar das ,,Opfer“ sein sollte, muss jede Nachricht dokumentiert werden, wie beispielsweise E-Mails des Senders speichern oder den Chatverlauf screenshotten.
Falls man in den sozialen Netzwerken gemobbt werden sollte, könnte oder sollte man sich an eine Vertrauensperson wenden. Dies kann beispielsweise ein Freund oder eine Freundin sein oder die Eltern. Wenn sich das Cybermobbing hochschaukeln sollte und immer schlimmer wird, dann kann oder sollte man sogar zur Polizei gehen. Sie bietet Beratung und Hilfe an. Außerdem können die Polizeibeamten ein Strafverfahren gegen die Täter-/innen einleiten, sodass der Fall vor Gericht kommt. Dieses kann beispielsweise eine Geldstrafe verhängen.
Ein sehr wichtiger Punkt jedoch ist, erst einmal ruhig zu bleiben und sich nicht runterziehen zu lassen und, wie schon erwähnt, mit jemandem darüber reden.
Was ist mit Bildern? Wenn man in den Sozialen Netzwerken aktiv ist, kommt oft das Problem auf, welche Bilder man aufnehmen und verbreiten darf.
Erst einmal ist es wichtig zu wissen, dass jede Person das Recht am eigenen Bild hat und selbst entscheiden darf, wann es veröffentlich werden darf! Das heißt, ohne Einwilligung der Freundin/ des Freundes oder anderen Personen, die auf dem Foto zu sehen sind, darf man das Bild nicht weiterschicken oder es auf Instagram oder sonstigen Kanälen hochladen. Wer dieses Gesetz missachtet, dem kann eine Strafe drohen.
Falls solch ein Datenmissbrauch passiert, kann man die Person bei der Polizei anzeigen oder sich an die Datenschutzbehörde wenden. Wenn man aber ein Bild mit Einwilligung auf Social Media hochlädt oder es hochgeladen wird, liegt es im öffentlichen Interesse und jeder, der es sieht, darf es weiterschicken, ohne dass ihm eine Strafe droht.
Auf jeden Fall gilt: Social Media kann gefährlich sein, ist aber auch praktisch. Man hat das Recht am eignen Bild und kann entscheiden, was damit passiert, und sollte auch selber darauf achten, dass man an die Rechte der anderen denkt. Außerdem sollte man die Grenzen im Umgang mit sozialen Medien kennen und diese respektieren.
von Lina, 6f