Alaaf! Viva il carnevale! Feliz carnaval! – Hier und anderswo

Nun ist es wieder soweit: Die jecken Tage stehen unmittelbar bevor. Doch warum feiern wir überhaupt dieses Fest? Der Ursprung des Karnevals ist eine Mischung aus antiken Frühlingsfesten, germanischem Wintervertreibungsritual und christlichen Traditionen vor der Fastenzeit.  

Am 11. 11. beginnt traditionell das bunte Treiben, das mit dem Aschermittwoch endet. Somit ist Karneval eine letzte fröhliche Zeit, bevor die sogenannte christliche Fastenzeit beginnt. Aber warum startet die Session ausgerechnet am 11.11.? 

Früher wurde sowohl 40 Tage vor Ostern als auch vor Weihnachten streng gefastet. Deshalb musste Karneval im November anfangen, denn Feiern und Fasten passen nicht zusammen. Offiziell legten die Preußen im Jahre 1823 den 11.11. als Beginn des Karnevals fest. 

Bei uns im Rheinland, besonders hier in Köln, wird Karneval traditionell groß gefeiert, dafür sind wir auch über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. Jedes Jahr gibt es ein anderes Motto, oftmals angelehnt an aktuelle gesellschafts-politische Themen. Dieses Jahr lautet es ,,Krönche poliert – jetzt weed jeliehrt…jefiert!“. 

Aber auch in anderen europäischen Ländern feiert man dieses Brauchtum.  

Karneval in Frankreich 

In Frankreich wird Karneval als „carneval“ gefeiert. Besonders bekannt sind die großen Feste in Nizza und Granville, mit prunkvollen Umzügen, Pappmaché-Figuren, Blumenschlachten und Musik. Auch in Paris gibt es eine traditionelle Parade und die Traditionen umfassen Verkleidungen und Gebäck wie Crêpes und Krapfen (bei uns heißen sie Berliner) sowie lokale Bräuche, wie zum Beispiel die venezianischen Masken in Annecy. Der Höhepunkt ist der Faschingsdienstag, während das bei uns in Köln der Rosenmontag ist. 

Karneval in Italien 

Der Karneval in Italien heißt „carnevale“ und ist genauso wie bei uns in Deutschland eine bunte Festzeit vor der Fastenzeit, die mit Masken, Umzügen und Traditionen gefeiert wird, wobei der Karneval von Venedig mit Masken und eleganten Kostümen und der Karneval von Viareggio mit riesigen Pappmaché-Wagen am bekanntesten sind. Aber auch der Mailänder Carnevale Ambrosiano und der Orangen-Kampf in Ivrea sind berühmt, begleitet von regionalen Süßigkeiten wie Chiacciere und Zeppole. 

Karneval in Spanien 

Der Karneval in Spanien ist ein farbenfrohes, meist zweiwöchiges Fest im Februar oder März vor der Fastenzeit, geprägt von Umzügen, Kostümen, Tanz und Musik. Besonders berühmt sind die großen Paraden auf Teneriffa und der satirische Karneval in Cadiz. Highlights sind die Drag-Queen-Gala in Las Palmas, die exzentrischen Feiern in Sitges und die „Beerdigung der Sardine“ als Abschluss , das am Aschermittwoch das Ende der Feierlichkeiten und den Beginn der Fastenzeit markiert. 

 

Karneval in Portuga 

Der Karneval in Portugal, bekannt als „carnaval“ oder „entrudo“, ist ein farbenfrohes Fest voller Paraden, Masken und Musik. Neben der Algarve und Madeira sind die Karnevalsfeste in Torres Vedras, Ovar und das als Weltkulturerbe anerkannte Fest in Podence mit den Caretos, das sind farbenfrohe, handgefertigte Anzüge aus Wollfransen, besonders bekannt.